Ausbau im Barrique-Fass
Ursprünglich wurden Barrique-Fässer für die Haltbarkeit und Transport von Wein genutzt. In den letzten Jahren wird der Barrique-Ausbau im Weingut Ernst Sebastian wieder mehr praktiziert. Die Vergrößerung der Haltbarkeit ist heute in den Hintergrund getreten. Die durch die vom Holz abgegebenen Gerbstoffe (Tannine) und das Toasting der Fässer bewirkten Duftnoten und geschmacklichen Veränderungen sind es, die den Run auf Barrique-Weine begründen.
Bei sorgfältiger Arbeit im Weinberg und im Keller werden so aus qualitativ hervorragendem, gesundem Lesegut durch saubere und profunde Kellertechnik Weine mit besonderen Aromen erzeugt. Dabei ist wichtig, dass bereits im Weinberg durch selektives Ausschneiden die Grundlage für hohe Qualität bei geringerer Menge gelegt wird. Dieses Verfahren verlangt sowohl bei der Fassherstellung als auch bei der Weinbereitung eine sorgfältige Überwachung, die keine Unzulänglichkeit duldet.
Der Wein wird mindestens einige Monate in diesen speziellen Eichenfässern gelagert. Dabei gibt das Holz vor allem Gerbstoffe an den Wein ab, die ihm dann auch einen charakteristischen Geschmack ("Eichenton") vermitteln (und früher für die Haltbarkeit sorgten). Die 225 l fassenden Fässer können für den Barrique-Ausbau in der Regel nur zweimal belegt werden, da der Eichenton verloren geht, weil das Holz ausgelaugt wird.
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